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Milch - Tradition und Ernährung


Viele Produkte in unserer Nahrung haben eine lange Tradition. Wie gut Traditionen sind, muss jeder für sich selbst herausfinden. Viele Traditionen wurden inzwischen durch den gesunden Menschenverstand wegrationalisiert. Manch fragwürdige Tradition hält sich dennoch standhaft. Der Konsum von Milch ist ein solches Phänomen. Wenn im folgenden Text von Milch die Rede ist, so ist Kuhmilch damit gemeint.


Milch
Im Durchschnitt trinkt jeder Bürger in Deutschland 75 Liter Milch pro Jahr. Da es Menschen gibt, die die Milch sogar als gesundheitsschädlich einstufen, scheint es andere zu geben, die deutlich mehr davon trinken müssen. Doch kann ein Lebensmittel, welches für den Menschen wichtige Stoffe, wie Calcium und Eiweis enthält, wirklich ungesund sein?

Im 19. Jahrhundert gab eine Kuh 1.200 Liter Milch pro Jahr. Bis 1950 konnte der Milchertrag auf 2.600 Liter gesteigert werden. Durch weitere Optimierungsvorgänge und Auswahl der Kuhrasse wird heute eine Jahresmilchleistung von 5.000 bis 8.000 Litern erreicht. Es gibt aber Super-Kühe, die sogar noch mehr Milch geben können.

Angeblich ist Milch für die Knochenbildung überaus wichtig. Doch immer neue Studien belegen, dass Osteoporose um ein Vielfaches häufiger bei Milch-Trinkern auftritt. Ähnliche Vergleiche gibt es zu vielen anderen Krankheiten und Allergien. Dabei ist Milch doch ein gesundes Naturprodukt. Woher kommen all diese Anti-Milch-Tiraden nur?

Dass diese Kühe ihre Milchproduktion nicht aus Dankbarkeit dafür steigern, dass der Mensch sie in Fabriken steckt und unwürdig behandelt, ist hoffentlich klar. Der Hintergrund dafür ist, dass die Monsanto Agricultural Company 1994 ein Rinderwachstumshormon isoliert hat, welches (verschmolzen mit genetischem Material der Kühe und e.coli-Bakterien) in die Kühe injiziert wird, wodurch sich deren Milchproduktion erhöhen lässt.

Der Name des Hormons ist recombinant bovine somatotropin (rbST) und wird unter dem Namen POSILAC von Monsanto vertrieben. Die Milchproduktion steigt damit um 10% an und zwar über eine Zeitspanne von 300 Tagen. 25% der Milchkühe in Herden in USA bekommen dieses Milchvieh-Arzneimittel bereits verabreicht. In Europa ist dieses "Medikament" noch nicht zugelassen.



Es wird gemunkelt, dass jeder Milchkonsument ein erhöhtes Risiko hat, an einer Zivilisationskrankheit zu erkranken: Herzerkrankungen, Krebs (besonders Brust-, Prostata- und Eierstockkrebs) werden immer häufiger der Milch (bzw dem Milchkonsum) zugeschrieben. Aber auch Allergien, wie Asthma und Neurodermitis, sowie Osteoporose (Knochenschwund) kann durch den Verzehr von Milch ausgelöst werden. Ebenso können unscheinbare Erkrankungen, wie Ohrenschmerzen, Bettnässen, Erkältungen und Darmkrämpfe von der Milch ausgelöst werden. Nicht zuletzt muss hier noch Artritis, juventiles Diabetes und Leukämie genannt werden.

Warum ist Milchkonsum also nicht schon längst verboten?
Schaut man sich die Warnhinweise auf den Zigarettenschachteln an, so wirkt es geradezu ungerecht, dass Milch dabei derart verschont wird. Dabei gibt es längst eine Menge an Warnhinweisen. Bislang hat es die Milch-Lobby jedoch erfolgreich geschafft, in der Bevölkerung den Eindruck zu erwecken, dass Milch ein unverzichtbares Lebensmittel ist, welches auf keinem Ernährungsplan fehlen sollte.

Doch noch mehr freut sich ein anderer Industriezweig über diese weitverbreitete Fehlernährung: die Pharma-Lobby. Sie hält für jeden Erkrankten eine Vielzahl an Medikamenten bereit, die sie ihm verkaufen möchte. Ein Zusammenspiel von Bauern/Farmern, Chemie-Riesen (Düngung) und Pharma-Riesen - darin liegt die eigentliche Gefahr. Durch den Konsument könnte sie gestoppt, oder zumindest erschwert werden.



Viele Menschen können sich eine milchfreie Ernährung garnicht vorstellen, dabei muss man seine Gewohnheiten nur ein Kleinwenig ändern: Anstatt Milchkaffee und Konrflakes gibt es zum Frühstück Milchkaffee und Kornflakes, nur eben mit Vanille-Soja-Drink. Rahm-Schnitzel wird durch Soja-Sahne mit Bratlingen ersetzt und aus Butter wird pflanzliche Margerine. Jetzt sollte man nicht vergessen, dass auch in vielen Produkten (wie bsw. Chips, Süßigkeiten) Milch und Milchpulver verarbeitet wird, was aber jeder Mensch leicht auf der Zutatenliste nachlesen kann.

Wer sich über seine Gesundheit und seine Ernährung Gedanken macht, sollte es wagen unkonventionell zu denken...
(06/2010 Quellen: Wikipedia milchlos.de dasweissepferd)

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© Andy-Bayer

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