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Erdöl - Vor gar nicht all zu langer Zeit
da gab es Erdöl-Blasen weit unter der Erde und Menschen hatten im Sommer die Aufgabe, genügend (Holz-) Vorräte zu sammeln um den Winter zu überstehen. Sicher quoll auch schon vor gut 12.000 Jahren an wenigen Stellen dieser Erde das Erdöl an die Oberfläche, doch erst seit 1856 bohren die Menschen gezielt nach dem Schwarzen Gold. Ludwig Meyn gilt hierbei als Pionier der Erdölförderung, ein Entdecker aus Deutschland.
Wie mit allen Entdeckungen gab es Entdecker, die neue Dinge entdeckten und Geschäftsleute, die es verstanden damit Geld zu verdienen. Geld wurde mit Öl eine ganze Menge verdient. Allein in den letzten 10 Jahren wurden über 50.000.000.000.000 Liter Erdöl gefördert. Der fossile Treibstoff dient zum Antrieb von Kraftfahrzeugen, zur Herstellung von Kunststoffen und er wird zur Erzeugung von Elektrizität genutzt.
Wie lange das Schwarze Gold noch aus der Erde sprudelt weiss keiner so genau. Um so erstaunlicher ist es, wie mit verknappenden Ressourcen umgegangen wird, egal ob es nun noch 10 Jahre oder 20 Jahre ausreicht.
Die Liste der Ölunfälle ist lange. Scheinbar kann man nicht vorsichtig genug sein.
Seit der Explosion der Ölbohrinsel Deepwater Horizon am 20 April 2010 strömt das Öl ungehindert aus der Tiefe ins Meer. Täglich, so lassen neueste Berechnungen vermuten, sprudeln zwischen 50.000 und 85.000 Barrel Rohöl ins Meer. Das sind in Litern ausgedrückt zwischen 8.000.000 bis 14.000.000 Liter. Diese Mengen würden mir bei meiner sparsamen Fahrweise bestimmt 2 Jahre ausreichen.
Weil mich der Umgang vieler Ölkonzerne mit unserem Planeten nervt, fahre ich immer öfter mit dem Fahrrad. Damit trage ich vielleicht eine kleine Mitschuld an der Pleite dieser Konzerne, aber die haben es doch echt verdient...

Blowout nennt sich das Happening, welches da statt fand. Gedanken, was zu tun ist, wenn bsw ein solcher Störfall eintritt, hat man sich scheinbar bislang nur wenig gemacht. Ein Unglücks-Szenario an einer schier unerreichbaren Stelle in 1.500 Meter Tiefe. Dort kann man nicht einfach so mal eine Handwerker-Crew hinschicken, die (wie 1986 in Tschernobyl) eine Beton-Glocke drüber bastelt...
Um die Strände nicht weiter mit Öl zu verschmutzen versucht man mit Chemie (Corexit) das ausgetretene Öl dazu zu bringen, dass es nicht an die Wasseroberfläche auftaucht. Corexit ist eine Geheimwaffe von Exxon. Manche Länder lehnen den Einsatz dieser Chemiekalie ab, da Corexit viel giftiger zu sein scheint, als es das Rohöl selbst ist. Und während wir mit unseren mobilen Ölverbrauchern alle spätestens nach drei Jahren (bei Neukauf) zur AbgasUntersuchung und zum TÜV/Dekra müssen, blubbert das Rohöl ungehindert in den Golf von Mexico. Schade, dass es solche hohen Standards auf hoher See nicht zu geben scheint. Die Auflagen gegenüber der Industrie wurden irgendwie vergessen - mal wieder.
Doch noch schockierender ist, dass Kamera-Teams, die den ölverpesteten Strand filmen wollten, mit Verhaftungen gedroht wurde, wenn sie ihre Arbeit tun. Scheinbar sollen die Auswirkungen des größten Umweltskandals in diesem Jahrtausend nicht publik werden. ZENSUR? - dieser Trick ist so alt, den hatten wir doch schon vor langer Zeit. Denkt euch doch mal was Neues aus...
(05/2010 Quelle: Wikipedia) |