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Ein Arbeiter ist asozial!
Jeder Arbeiter nimmt einem motivierten Arbeitslosen einen Arbeitsplatz weg!
Somit trägt jeder Arbeiter eine Teilschuld daran, dass eine andere potenzielle Arbeitskraft diesen Beruf nicht ausüben kann. Ein potenzieller Arbeiter muss sich also deswegen arbeitslos melden, damit ein Anderer sich an seiner Stelle verwirklichen kann. Allein über das Arbeitslosengeld (oder in ungünstigem Fall Hartz-4) bekommt der Arbeitslose eine Entschädigung, die ihn davon abhält, kriminell werden zu müssen.
Der Arbeitsmarkt ist ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb. Die ganzen Arbeitslosen versuchen verzweifelt in Arbeit zu kommen. Dabei gehen sie oft den Arbeitgebern so weit entgegen, dass der Verdienst nichtmehr für den Lebensunterhalt ausreicht. Ergänzend muss dann "Sozialhilfe" in Anspruch genommen werden. Der Arbeitgeber (frei von jeglichem Schuldgefühl) nimmt sich natürlich die günstigste qualifizierte Arbeitskraft, die er bekommen kann.
Dass in Wirklichkeit der Staat hier eine Arbeitskraft (wenn auch nur ergänzend) bezahlt, wird schnell vergessen. Ebenso die finanziellen Aufwendungen, die gebracht werden, damit Firmen nicht abwandern. Doch getragen werden diese Aufwendungen von der Allgemeinheit.
Zurück zum Verdrängungswettbewerb:
Wird ein Arbeitsloser eingestellt, wächst ein Betrieb in optimalem Zustand um eine Arbeitskraft. Ist der Zustand nicht so optimal, so hat der Betrieb nur einen Arbeiter ersetzt. Ob nun die neue Arbeitskraft dasselbe verdient, wie es die alte erfahrenere Arbeitskraft tat, bleibt offen. Für den gesamtdeutschen Arbeitsmarkt jedoch bleibt das Verhältnis von Arbeitern zu Arbeitslosen gleich.
Die Kosten für den deutschen Staat hingegen steigen: Wiedereingliederungsgeld für den neuen Arbeiter, Gelder für das Einstellen eines (Langzeit-) Arbeitslosen für die Firma und nicht zuletzt das Arbeitslosengeld-1, welches für die Person gezahlt werden muss, die "gegangen wurde". Sollte der "Gegangene" in Rente gehen, so fällt er der Gesamtheit auf diese Weise zur Last. Das vom Staat angestrebte Prinzip: "Work until you're dead!" wird irgendwie nur ungenügend umgesetzt.
Die Einsparung für den Staat (e.g. der Hartz4-Bezug des bisher Arbeitslosen) fällt hierbei kaum ins Gewicht.
"2000 unbesetzte Stellen in der Industrie!"
Solche Meldungen hören sich so an, als ob die Arbeitslosen zuhause sitzen würden und sich denken: "Nein, ich gehe nicht arbeiten!" Doch würde es diese unbesetzten Stellen wirklich geben, so könnte man sie leicht besetzen. Kein Mensch ist so blöd, die Armut (und damit verbundene soziale Ausgrenzung) einem gut bezahlten Job vorzuziehen. Und trotzdem schenken manche Menschen solchen reisserischen Überschriften ihren Glauben.
Wenn es unbesetzte Stellen gibt, so gibt es dafür auch immer einen Grund.
In jedem Job wird ein Stück Lebenszeit verkauft. Meist wird zu dieser Zeit auch ein Stück Gesundheit verkauft. Dazu wird einem Menschen zugemutet sich in Teams einzubringen, was sicher nicht immer einfach ist. Dass es vielleicht Kollegen gibt, die keine Teamplayer sind und einem das berufliche Weiterkommen schwer machen, das bleibt oft jenseits der öffentlichen Wahrnehmung. Wird der Aufwand jedoch angemessen entschädigt, so macht Jeder jeden Job.
Jedenfalls wird nur all zu gerne über "Sozialschmarotzer" hergezogen.
Sicher gibt es davon welche. Doch was wäre, wenn diese Leute auch noch den viel zu knappen Arbeitsmarkt ernsthaft anstreben würden? Dann würden andere motivierte Arbeitskräfte frustriert zuhause sitzen. Und selbst wenn ein Markus Mustermann im fernen Thailand zu unrecht staatliche Unterstützung genießt, so handelt es sich um wenige Euros. Vergleicht man diese mit den Milliarden, die Firmen für Arbeitsplatzschaffung gereicht werden, wirkt das geradezu lächerlich. Nicht selten orientieren sich diese Firmen dann trotzdem gen Ausland. Ob Handy-Hersteller oder Flugzeugbauer, Vorzeigebeispiele gibt es viele.
Wenn Banken sich verpekulieren, dann zahlt dafür der Staat. Der Pfusch eines Bankers geht zu Lasten der Bürger. Wieso? Also wenn ein Arzt einen Fehler macht, dann wird er dafür haftbar gemacht. Banker und Politiker hingegen genießen hier eine Freiheit, die einer Narrenfreiheit gleicht.
Sollte jetzt mal wieder ein Bericht über ein in Hawaii lebender Sozialhilfeempfänger Ihr Gemüt erwärmen, so betrachten Sie das ganze aus der nötigen Distanz.
(04/2008)
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China verdient keinen solchen Support!

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