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Afghanistan
Viele von Ihnen sind sicher schon einmal dort gewesen, in Afghanistan.
Wenn Sie noch nicht dort waren oder Afghanistan vielleicht nicht
kennen:
Afghanistan ist ein Staat mit 25 Mio. Einwohnern, wobei diese Zahl
leicht schwankt. Verteilt sind die Einwohner strategisch geschickt auf
über 650.000 Quadratkilometer, wobei die
größte Ansammlung mit über 3 Mio. Afghanen
die Hauptstadt Kabul ist. Afghanistan ist nicht Indien, aber auch nicht
Pakistan. Afghanistan grenzt sich ganz deutlich durch seine
Landesgrenze von diesen Ländern ab. Aber auch die
Währung macht da unterschiede.
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Die afghanische Flagge ist ähnlich, wie die deutsche Flagge.
Naja, eigentlich ist sie fast gleich.
Man muss nur die deutsche Flagge um 90 Grad drehen und dann das
Goldgelb durch Giftgrün ersetzen. Wenn jetzt noch das
Landeswappen in die Mitte der Flagge gesetzt wird, dann ist man schon
fast in Afghanistan.
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Die Sprache scheint wohl das Hauptproblem zu sein, weswegen die
Bundeswehr so stark ausgegrenzt wird. Weder Deutsch noch
Schwäbisch oder Bayerisch wird dort gesprochen. Und auch die
Schrift ist geradezu unleserlich, schaut sie doch so aus, als ob jemand
versucht hätte, den Horizont mit wenigen Pinselstrichen aufs
Papier zu bringen. Trotzdem tun die Afghanen fast alle so, als ob sie
das lesen könnten, was natürlich gar nicht sein kann.
Damit fordert man den Konflikt geradezu heraus. Die deutschen
Besatzungskräfte kommen sich regelrecht verarscht vor.
Spannungen sind vorprogrammiert.
Die Menschen dort wollen, ähnlich wie hier, möglichst
lange überleben. Damit dieses Vorhaben aber nicht zu
langweilig wird, geben sich viele ausländische und einige
einheimischen Armeen größte Mühe. Geiseln
müssen befreit werden und Bomben/Sprengsätze
entschärft werden. Was sich nach einem großen
Erlebnis-Spielplatz anhört, ist für Viele der bittere
Alltag. Und mit einer Olympiade verschiedener Armeen ist der ganze
Zirkus wirklich nicht vergleichbar, oder doch?
Leider verstehen die Afghanen nicht, warum die Bundeswehrsoldaten mit
so vielen anderen Armeen dort hingekommen sind. Ging es um den Bau
einer Pipeline oder um die Beschaffung von einer Tee-Sorte Namens Schwarzer
Afghane? Die Bundeswehr bestreitet bislang jedenfalls, dass
sie wegen Drogenbeschaffung oder -bekämpfung dort eingedrungen
sei, kann dies der dortigen Bevölkerung aber nicht so einfach
mitteilen.
Den afghanischen Opium-Bauern wird jedenfalls eine Ausgleichszahlung
erstattet, wenn sie statt Opium etwas weniger Ertragreiches anbauen.
Nicht nur die afghanischen Bauern sind verwirrt. Auch in Deutschland
hat der Verband deutscher Bauern nun eine solche Ausgleichszahlungen
von der Regierung eingefordert, bislang allerdings erfolglos. Angeblich
gibt es hier Vorschriften, wonach solch ein Anbau verboten ist. Bleibt
abzuwarten, wie lange sich die Bauern hier dieser Vorschrift beugen.
Der Umstand, dass der Iran direkt neben Afghanistan liegt,
könnte die Anhäufung so viel militärischer
Vertretung in Afghanistan etwas erklären. Doch ob nun
Erdöl oder Opiumöl, der Aufwand sollte den Nutzen
nicht zu sehr übersteigen. Auch wenn es für die
Bundeswehr ein erlebnisreicher und gefährlicher Dienstausflug
ist, so hat die dortige Bevölkerung kaum eine
Möglichkeit auszuweichen. Und sich von irgendwelchen
Vorgesetzten (Politikern) in der Gegend herum schicken lassen, das
sollte man sich eh nicht gefallen lassen...
Auch wenn viele Kleins gerne große Kriegshelden
wären, so ist der Krieg doch keine Heldentat. Für
mich gibt es eh nur einen wahren Helden, der es 1858 und 1859 ohne
jegliche Armee mit der ganzen Welt aufgenommen hat: Charles Robert
Darwin.
(02/2010)
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