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Die Biathlon-Armee

 

Brief vom 01.12.2006

ANDY BAYER   WAIBLINGER STRASSE 98   71334 WAIBLINGEN

Deutscher Olympischer Sportbund
   -Biathlon-

Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt am Main



Der Winter und die Chance ist da

Sehr geehrte Damen und Herren,


neulich habe ich mal wieder durch die TV-Programme gezappt und bin im Ersten beim Biathlon kleben geblieben. Dabei besann ich mich auf die Entstehung des Biathlons. Und schon musste ich an den Krieg denken.

Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass Ski fahren und Schiessen ein typisches Soldaten-Profil sind. Biathleten können ohne Maschinen und ohne schweres Gerät in den Krieg ziehen und dabei schnell viel Fläche gut machen. Taucht der Feind auf, so kann dieser im Liegen oder im Stehen mit fünf schnellen Schüssen hintereinander ausgeschaltet werden. Ist der Feind ausgeschaltet, so kann weiter ins feindliche Land vorgedrungen werden.

Weil die Bundeswehr anstatt neues Land einzunehmen lieber als Sozialarbeiter im Ausland Dienst verrichtet, brauchen wir hartgesottene und motivierte Sportler, die sich für Deutschland opfern würden. Jeder Teilnehmer soll eine Goldmedaille erhalten und bei besonderen Leistungen auch das Eiserne Kreuz.

Da gerade der Winter ins Haus steht, wäre die Zeit für einen Angriff günstig. Jetzt könnte man schnell mit zehn oder vielleicht auch zwanzig Biathleten Russland einnehmen. Dies wäre nicht nur aus Rache dafür angebracht, dass sie uns vor einigen Jahrzenten Plutonium aus den Bergen geklaut haben. Wir würden damit auch dazu beitragen, dass die Russen schnell und unbürokratisch in die EU aufgenommen werden könnten. Kurzum wäre allen Seiten geholfen.

Bitte fragen Sie Ihre Athleten, ob diese für den kommenden Winter schon irgendwelche Urlaubsplanungen gemacht haben. Und fragen Sie bitte auch, ob sie für dieses Projekt zu haben wären. Ich denke, die Biathleten wären in spätestens zwei Monaten bis zum Nordpazifik vorgedrungen, wo sie mit etwas Glühwein aufgepeppelt werden könnten. Lassen Sie mich bitte deren Meinung wissen. Danke.


Mit freundlichen Grüßen

Andy Bayer



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© Andy Bayer