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Der Vertrag von Lissabon

Nachdem der Widerstand der Iren 2008 erst noch gebrochen werden musste ist er seit 01.12.2009 ratifiziert und in Kraft: der Vertrag von Lissabon. Damit ist in Europa das Grund- und Menschenrecht von Neuem verankert. Doch wozu braucht ein Rechtsstaat mit einem fabelhaften Grundgesetz eine weitere Instanz?

Durch die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) hat nun jeder Bürger, der sich seinen Grundrechten verletzt sieht, ein weiteres Rechtsmittel an die Hand bekommen. Denn nun kann er, sofern er genug Geld hat und sich einen wirklich guten Anwalt leisten kann, auf EU-Ebene Klage einreichen. Hört sich eigentlich ganz gut an, ist aber auf EU-Ebene noch etwas komplizierter.
Aber weil man sich ja nicht immer beklagen soll, hielt ich dieses YouTube-Filmchen für Schwachsinn und wollte es durch eine WWW-Exkursion widerlegen. Es war an der Zeit sich mit diesem Vertrag einmal genauer zu beschäftigen...

Irish Yes

Im Artikel 2 der Grundrechtecharta dieses Lissabon-Vertrages steht "Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden." Damit ist es also keinem Gericht in Europa erlaubt, Menschen hinzurichten. Dennoch gibt es da eine Erläuterung, die viel Spielraum für Interpretationen lässt: "Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn es erforderlich ist, einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen." Ebenso gibt es eine weitere Ausnahme, wann ein EU-Staat "töten" darf: "Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden".

Kriegszeiten: Deutschland befindet sich in Afghanistan im Krieg, oder irre ich mich?
Selbst wenn es sich aber dort um einen scheinbar "friedlichen Einsatz" handelt und die Aufklärungs-Jets nur friedlich über Afghanistan fliegen (und dann der USAF sagen, wo sie bombardieren sollen), so besteht dadurch unmittelbare Kriegsgefahr oder hab ich in der Schule nicht richtig aufgepasst?

Ich liebe das Deutsche Grundgesetz, weil es Menschen zur Toleranz und zum friedlichen Miteinander förmlich zwingt. Vor dem deutschen Grundgesetz sind alle Menschen gleichberechtigt. Es ist ansatzweise fair aufgebaut und ausgedacht. Wieso muss dieses fast perfekte Grundgesetz von einem verfassungswidrigen EU-Update zerstört werden?

Die Partei die Linke hat diese Gefahr erkannt und rechtzeitig vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe geklagt, dass diese EU-Gesetzesänderungen nicht mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar seien.  Deutschland hat sicher schon ganz andere Zustände hinter sich gebracht, dennoch halte ich das militärische Niederschlagen von Aufständen in einem Rechtsstaat für nicht zulässig. Solche Bilder kennen wir doch nur aus dem TV von fernen diktatorischen Staaten wie Irak, Iran, Syrien oder Griechenland. Die Karlsruher Richter entschieden am 30.06.2009, dass das Begleitgesetz des Lissabon-Vertrages nur teilweise gegen das Grundgesetz verstößt, weswegen dieses Gesetz aber trotzdem rechtskräftig ist.
Klingt irgendwie unlogisch, deswegen hier das Urteil.

Das Militär darf seit 2008 im Inneren eingesetzt werden und bei der richtigen Argumentation müssen jetzt (seit 12/2009) keine Gefangenen mehr gemacht werden. Endlich haben wir die Diktatur, die wir verdienen -  schon wieder. Zu allem Übel bin ich auch noch live dabei. Naja, wer weiss schon, wie lange noch: vielleicht fällt ja meine Website in die Kategorie Aufstand und Aufruhr, die dazu eine unmittelbare Kriegsgefahr darstellt, dann werde ich vielleicht schon bald doppelt und dreifach erschossen...

Für diesen Fall habe ich keine Lösung für die Besucher meiner Website vorbereitet. Aber den Humor, den Sie beim Durchstöbern hier mitbringen, wird sie garantiert auch zukünftig beim Lesen so mancher Tageszeitung zum Schmunzeln bringen.

Sicher war das hier gelesene nicht neu für Sie, denn in einer Welt mit einer unabhängigen Presse werden solch wichtigen Themen sicher nicht unterschlagen ;-)  Wer sich für Politik interessiert, kennt sicher die Henry Nitzsches Rede aus dem Jahr 2009...

Damit komme ich auch schon zum nächsten Thema: Zensur im Internet. ACTA, PIPA und SOPA sind neue Schlagwörter, die man unbedingt kennen sollte. ACTA wurde bereits am 26.01.2012 von der EU in Tokyo unterzeichnet. Es muss nun lediglich ratifiziert werden. Es gibt lehrreiche Clips darüber im Netz, wofür diese Abkürzungen wirklich stehen.

Wenn es also wieder einmal heißt: "2012 ginge die Welt unter!" so könnte das auf die vernünftigen Grundrechte/Grundgesetze bezogen sein, die uns eine friedliche Zukunft hätten bescheren können und derer man uns seit ihrer Entstehung (1949) immer erfolgreicher beraubt.
(Bildung nimmt viel Zeit in Anspruch, aber hilft: Andreas Popp klärt auf 02/2012)

go up again

Meine Briefe sind oft jenseits irdischer Logik. Dies tut mir nicht leid, führt aber dazu, dass manchmal der Leser keinen Sinn in solch einem Brief findet. Dies ist wiederum sehr zu bedauern. Jedenfalls lasse ich fast keine Peinlichkeit aus, um einer Firma, einem netten Menschen oder einem Politiker etwas überaus Wichtiges mitzuteilen. Meist ist dies jedoch nur mir wichtig, aber who cares?

Meine Briefe sind jedenfalls nicht 100% ernst gemeint. Wer zu dieser Art von Humor keinen Zugang hat, kann auf dieser Website leider nicht besonders oft schmunzeln. Und da sich das Schmunzeln auf den Menschen gesundheitsfördernd auswirken soll, ist dies mein erklärtes Ziel. Deswegen: lest meine Briefe!

Crazy Andy

go up again

© Andy-Bayer

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